Carrie Mathison

Die eigensinnige, alleinstehende Carrie Mathison ist Analytikerin bei der CIA.
9/11 ist ihre persönliche Niederlage, niemals wird sie sich verzeihen können, damals etwaige Anzeichen eines Terroranschlags übersehen zu haben und sie würde ihr Leben geben um eine Wiederholung zu verhindern.
Das spannende und zugleich gefährliche an ihrem Charakter ist, dass sie bipolar (manisch-depressiv) ist. Das bedeutet starken Stimmungsschwankungen unterworfen zu sein, einer Phase höchster Verzweiflung folgt eine mit totaler Energie und Aktivität, fixen Gedanken und Schlaflosigkeit, nicht mehr zur Ruhe kommen und der Realität entschwinden. Medikamente helfen, doch nur ihre regelmäßige Einnahme schützt, was wiederum ein Krankheitsbewusstsein voraussetzt, das Carrie im Eifer des Gefechts und Terroristen auf der Spur nur zu leicht abhanden kommt. Ihre Schwester Maggie, die Psychiaterin, versucht ihr Bestes und missbilligt doch Carries Beruf, denn wie sollte der sich mit dieser Krankheit vereinbaren lassen?
Doch Carrie hat vielleicht auch deshalb ein so untrügliches Gespür, weil eben die Grenzen manchmal verschwimmen und sie so alles auslotet und sich selbst zu 100 Prozent ins Spiel wirft. Und dabei alles riskiert.

Claire Danes spielt diese Rolle mit einer solchen Bravour, ihr Facettenreichtum ist beeindruckend und dabei bleibt sie durchweg authentisch. Der Erfolg schlägt sich in zahlreichen Preisen nieder.

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